Im Rahmen einer Veranstaltung bei intrinsic.ch habe ich die Unterstützung von selbstreguliertem Lernen mit CustomGPTs zum Thema gemacht. In der Diskussion sind wir auf einen Punkt gestossen, den ich hier vertiefen möchte: Wo liegt wie viel Verantwortung für gelingende Lerndialoge mit Chatbots / CustomGPTs? Zum Abschluss verweise ich noch auf sprachliche Ausdrucksfähigkeit als Schlüsselkompetenz, deren Bedeutung auch im Zeitalter von generativer KI nicht an Bedeutung verliert.
Letzte Woche hatte intrinsic.ch für einen “Langen Tag des Lernens” nach Zürich eingeladen. Zehn Stunden mit vielen Perspektiven auf das Thema Lernen. Ich war für ein Podiumsgespräch eingeladen und konnte dort meine Sicht auf die Unterstützung von selbstreguliertem Lernen mit ChatGPT & Co einbringen. Ein Anlass, einen Gedanken zu schärfen, den ich seit einiger Zeit in meinem Kopf bewege.
Ausgangspunkt für meinen Kurzbeitrag war das Kontinuum von standardisierendem LEHREN bis hin zu selbstbestimmtem LERNEN. Dieter Euler hatte dies vor einigen Jahren im Rahmen eines Vortrags eingeführt.
In vielen Bildungskontexten (Schule, Hochschule, betriebliche Weiterbildung, etc.) wird davon gesprochen, dass eine Bewegung in Richtung der rechten Seite dieses Spektrums erforderlich ist und die Lernenden in Lernprozessen mehr Mitverantwortung übernehmen sollen. Auf diese Weise kann Lernen in eine bessere Passung zu den Voraussetzungen, Präferenzen, Interessen und Zielen der einzelnen Personen gebracht werden, was letztlich zu einem grösseren Erfolg führen sollte.
Abb. 1: Vom standardisierenden LEHREN zum selbstbestimmten LERNEN

Wenn Lernenden mehr Mitverantwortung übernehmen sollen, betrifft dies verschiedene Aufgaben bzw. Aktivitäten:
Dies erfolgreich umzusetzen ist anspruchsvoll. Nicht umsonst gibt es Lernprofis (Bildungsverantwortliche / Lehrpersonen / Learning Professionals, etc.) die dafür ausgebildet sind, Lernen zu unterstützen.
Selbstreguliertes Lernen erfordert auf der Seite der Lernenden unter anderem