**Philippa Hardman berichtet von einem Partner-Projekt, bei dem ca. 300 Einzelaufgaben von L&D analysiert und eingeordnet wurden:

  1. Delegation an KI; 2) Bearbeitung kooperative mit KI; 3) Bearbeitung ohne KI. Die zentrale Lernerfahrung dabei: was ist der Kern des Auftrags für das L&D-Team.**

Überschrift 1

Philippa Hardman hat in einem ausführlichen Blogpost dazu berichtet, wie sie zusammen mit einem L&D-Team das Portfolio der Aufgaben analysiert und im Hinblick auf die Unterstützung durch GenKI kategorisiert hat.

Ausgangspunkt der Übung war die Frustration der L&D-Leitung über konfligierende Erwartungen im Hinblick auf die Nutzung von GenKI: die Unternehmensleitung wünscht ein möglichst weitgehendes Ausschöpfen des Potenzials für Produktivitätssteigerungen; die IT-Security und Compliance-Teams fordern einen möglichst vorsichtigen und sicherheitsorientierten Umgang mit KI.

Vor diesem Hintergrund wurden ca. 300 unterscheidbare Aufgaben des L&D-Teams identifiziert und klassifiziert. Voraussetzung für die nachfolgend beschriebene Klassifizierung ist, dass die Aufgaben prinzipiell mit KI(-Unterstützung) bearbeitet werden dürfen (regulatorische Bestimmungen, Datenschutz-Bestimmungen, etc.). Grundlage der Klassifizierung waren drei Prüf-Routinen:

  1. Wie hoch sind die Kosten, wenn die KI die Aufgabe fehlerhaft erledigt?
    1. Fehler können (einfach) behoben werden → KI relevant
    2. Fehler haben schwerwiegende Folgen → KI nicht relevant
  2. Wie wird die Aufgabe erledigt?
    1. Durch das Erkennen von Mustern bzw. Anwenden von einfachen Regeln → KI relevant
    2. Durch eine Prinzipien-basierte Beurteilung unter Unsicherheit? → KI relevant (mit Prüfroutinen)
    3. Durch eine (schwer operationalisierbare) Beurteilung? → KI nicht relevant
  3. Braucht es zum Erledigen der Aufgabe die Anwesenheit von Menschen / das Erleben aus erster Hand durch Menschen?
    1. Nein → KI relevant
    2. Ja → KI nicht relevant (solange Roboter kein Thema sind)

Für die Klassifizierung wurden einfache Zählregeln angewendet:

Abb. 2: Zuordnung der Aufgaben zu Kategorien (Bildquelle: Hardman 2026)

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Die resultierende Zuordnung ergab, dass ca. 10% der Aufgaben vollständig an KI delegiert werden können (mit stichprobenartiger Überprüfung), ca. 80% von Menschen mit KI-Unterstützung bearbeitet werden können und ca. 10% ohne Nutzung von KI bearbeitet werden sollten (vgl. die folgende Abbildung).

Abb. 1: Zuordnung der Aufgaben zu Kategorien: Mengengerüst (Bildquelle: Hardman 2026)

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