Eine Studie des MIT beleuchtet den aktuellen Stand der Erfahrungen aus Implementierung von GenKI-Werkzeugen im Arbeitsfeld. Die Ergebnisse sind zwiespältig: vielen wenig erfolgreichen Umsetzungen stehen wenige sehr erfolgreiche Umsetzungen gegenüber. Die Autor:innen verweisen auf drei Erfolgsfaktoren: GenKI-Lösungen kaufen statt selbst zu entwickeln; die Führungskräfte vor Ort stärken statt zentrale Labore / Innovationsteams; auf Werkzeuge setzen, die sich tief in Leistungsprozesse integrieren lassen und sich im Laufe der Zeit anpassen.


Stiftet der Einsatz von GenKI schon greifbaren Nutzen?

Eine Studie einer Forschergruppe am MIT (Challapally et al. 2025) geht der Frage nach, wo der Einsatz von generativer KI in Unternehmen und Organisationen tatsächlich schon Mehrwert stiftet (messbare Veränderung von Leistungsindikatoren). Dafür wurden insgesamt ca. 300 GenKI-Initiativen in Unternehmen und Organisationen analysiert, 52 Interviews geführt und 153 Führungskräfte online befragt.

Zentrale Ergebnisse der Studie

Ein zentrales Ergebnis aus Sicht der Autor:innen ist, dass der Nutzen der GenKI-Initiativen sehr unterschiedlich ausfällt. Sie sprechen diesbezüglich von einer “Kluft” (divide) zwischen wenig / nicht erfolgreichen Umsetzungen einerseits und sehr erfolgreichen Umsetzungen andererseits. Sie beobachten diesbezüglich die folgenden Muster:

Hier noch einige Ergebnisvisualisierungen aus der Studie:

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Abb. 1: Zahlreiche Machbarkeits-Prüfungen stehen wenigen erfolgreichen Umsetzung gegenüber (Bildquelle: Challapally et al. 2025, S. 6)

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Abb: 2: “Schatten-KI”: begrenzte Investition in Unternehmens-GenKI-Lösungen versus verbreitete Nutzung durch Mitarbeitende (Bildquelle: Challapally et al. 2025, S. 8)